Körperregion Ellenbogen

Der Ellenbogen ist ein hochkomplexes Gelenk, das oftmals ein Leben lang seinen Dienst versieht und gar nicht auffällt, bis – ja bis es in seiner Funktion gestört wird. Dies kann durch Brüche oder einseitige Überlastungen verursacht werden. Und die Hand kann ohne einen funktionierenden Ellenbogen gar nicht vernünftig gebraucht werden.

Radiusköpfchenfraktur

tl_files/daten-oza/grafiken/schulter1.jpg

Bei einem Sturz auf den ausgesteckten Arm bricht nicht immer das Handgelenk – manchmal wird die Krafteinwirkung auf den Ellenbogen weitergeleitet, wo das sog. Radiusköpfchen  nachgibt. Meistens ist dabei die knorpelüberzogene Gelenkfläche betroffen, so dass Beugung und Streckung und die Umwendbewegungen der Hand nur noch eingeschränkt und unter Schmerzen möglich sind.

 

 

Konservative Therapie:

Ziel ist eine gute Reposition der Buchstücke und eine entsprechende Ruhigstellung im Gips. Gelingt dies gechlossen unter Röntgenkontrolle, was glücklicherweise meistens der Fall ist, reicht die Gipsruhigstellung alleine für 5- 6 Wochen aus ; zwischendurch wird die Physiotherapie den Arm immer wieder aus der Fixierung vorsichtig lösen und in Beugung und Streckung beüben, so dass der Ellenbogen nicht durch eine Kapselschrumpfung zur Einsteifung des Ellenbogens führt.

 

Operation:

Läßt sich eine Gelenkstufe nicht ausreichend beheben, muss in einer Operation eine glatte Gelenkfläche wiederhergestellt werden und so mit Schräubchen und Plättchen fixiert werden. Eine Gipsschienenanlage noch im Operationssaal sichert das gute Repositionsergebnis. Das Metall kann nach etwa einem Jahr wieder entfernt werden.

 

Tennisellenbogen / Golferellenbogen

tl_files/daten-oza/grafiken/schulter1.jpg

Über 80% unserer Patienten arbeiten im Dienstleitungssektor –  die meistens an einem Computer. Die damit verbundene Zwangshaltung an der „ Maus“  kann zu einem „Tennisellenbogen“ führen, einer einseitigen Überlastung der Handstreckermuskulatur, deren Sehnenansatz an der Außenseite des Ellenbogens in den Knochen strahlt und sich dort schmerzhaft entzünden kann

 

Bandverletzungen / Luxationen

tl_files/daten-oza/grafiken/schulter1.jpg

Umgangssprachlich bezeichnet man die Ellenbogen-Luxation als "ausgerenkt" oder "ausgekugelt". Medizinisch bedeutet dies, dass das Ellenbogengelenk stark verschoben und nicht mehr in seiner ursprünglichen anatomischen Lage ist. Der Gelenkkopf befindet sich nicht mehr in der Gelenkpfanne. Symptomatisch macht sich die Ellenbogen-Luxation durch eine Fehlstellung des Ellenbogens, starke Schmerzen und erhebliche Bewegungseinschränkungen des Ellbogens bemerkbar. Treten zusätzlich Verletzungen auf, beispielsweise eine Dehnung des ellenseitigen Unterarmnervs, so können Gefühlsbeeinträchtigungen in der Hand auftreten.

 

 

Arthrose

tl_files/daten-oza/grafiken/schulter1.jpg

Eine Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt. Bei einer Arthrose kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gelenkknorpels. Das Knorpelgewebe kann unser Körper im Gegensatz zu anderen Geweben nicht mehr adäquat reparieren. Das Knorpelgewebe wird zerstört, wenn eine Missverhältnis von Belastung zur Belastbarkeit vorliegt. Im Gegensatz zum entzündlichen Gelenkrheumatismus wird sie zu den nichtentzündlichen Gelenkerkrankungen gezählt. Die Arthrose gehört in den Kreis der degenerativen Erkrankungen des Halte- und Bewegungsapparates. Degenerative Veränderungen sind mit zunehmendem Alter für den Bewegungsapparat normal. Erst wenn sie dem Patienten Probleme bereiten und ihn durch Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkung behindern spricht man von einer degenerativen Erkrankung bzw. einer Verschleißerkrankung und in diesem Zusammenhang dann von einer Arthrose. Dabei kann eine Arthrose in jedem Gelenk entstehen.

 

 

Konservative Therapie>>

Operation>>